Projekt 2013: Oekodorf Tartyschewo

Neuaufbau eines baschkirischen Dorfes – egalitär und ökologisch 

 

Viele Hände können eine grosse Last hochheben.(Litauisches Sprichwort)

 

эко-проект 2013

 

 

 

 Lasst uns ein neues Ökodorf zusammenbauen:

  1. Umweltfreundlich und nachhaltig
  2. Effizienz der Arbeit und die Einsparung von Ressourcen
  3. GeistigeundmoralischeEntwicklung
  4. Kontinuität, die Entwicklung von Kultur, Brauchtum, Handwerk der Vorfahren
  5. WirtschaftlicheUnabhängigkeit
  6. ZugänglichkeitfuerjedenInteressenten
  7. Weitergabe von Erfahrungen und Wissen

Tartyschewo ist eine derzeit verlassene Siedlung (20 ha gross) in Baschkortostan, einer autonomen Republik, die zur Russischen Föderation gehört. Baschkortostan liegt auf der Grenze zwischen Europa und Asien. Die Hauptstadt Baschkortostans ist Ufa, dort leben etwa 1,1 Millionen Menschen. Tartyschewo liegt 120 km nordwestlich von Ufa inmitten einer Feld- und Wiesenlandschaft. In der Nähe befinden sich verschiedene kleine Seen und der Fluss Belaja.

Wie wollen wir leben?

Das Zusammenleben im Dorf soll als Kommune organisiert werden, in der alle Beteiligten gemeinsam über anstehende Entscheidungen beraten und diese konsensbasiert treffen. Die Gemeinschaft lädt Menschen unabhängig von ihrer Herkunft, Staatsangehörigkeit, Nationalität, Religion,Geschlecht oder sexuellen Orientierung ein, am Aufbau des Dorfes mitzuwirken und dort selbstbestimmt zu leben. Die Bewohner/innen gehen selbstgewählten Tätigkeiten nach, fuer die sie entlohnt werden. Kinder unter 18 Jahren werden mit Mitteln der Kommune in ihrer Entwicklung gefördert.

Woran wir arbeiten:

Die Dorfgemeinschaft orientiert sich an einer ökologisch nachhaltigen Wirtschaftsweise. Die Einrichtung eines “Museums des modernen Mülls” bietet interessierten Menschen die Möglichkeit, sich in Seminaren und Bildungsveranstaltungen mit einer nachhaltigen, ressourcenschonenden Ökologie vertraut zu machen und sich mit den Folgen von Umweltverschmutzung und Umweltzerstörung für Mensch, Tier und Natur auseinanderzusetzen.

Im Dorf sollen mehrere Brunnen zur Trinkwasserversorgung entstehen.

Ausserdemübernehmen die Bewohner/innen auch ausserhalb der Siedlungsgrenzen die Verantwortung für eine saubere Umwelt, z.B. die Pflege der Uferzonen der benachbarten Seen und des Flusses.

Wir wollen in den benachbarten Kleinstädten das Programm der Mülltrennung und Müllverarbeitung einführen. Die Natur bringt uns bei, uns mit Mikrointeressen nicht zu begrenzen, sondern uns um die  gesunde Umwelt zu kümmern.

Wir wollen nach Gewissen leben:

 Wir übernehmen die Verantwortung für unser Leben und fürs Leben unserer Kinder.

Wir unterstützen alle guten Projekte, die der Entwicklung eines Menschen in der Gesellschaft dienen. Jeder Mensch auf unserem Weg bringt uns was Neues und Interessantes bei.

Wir arbeiten ehrlich und gewissenhaft, beherrschen Wissenschaften und Handwerke.Wir schaffen mit unseren Händen und mit Liebe materielle und geistige Güter.

Und wir wissen ganz genau: Alles, was mit Liebe tut, ist immer gut!

Die Menschheit hat noch nicht verlernt, gute Arbeit hochzuschätzen.

Deswegen sind wir wirtschaftlich unabhängig. Wir sind Bauern und Bauherren, Ofensetzer/innen und Töpfer/innen, Unternehmer/innen und Lehrer/innen, Musikmacher/innen und Maler/innen/ Wir sind  Schöpfer und  einfach gute Leute mit richtigen Werten und ohne schlechten Gewohnheiten. Wir unterstützen diejenigen, die ihre Talente und Fähigkeiten stets weiterentwickeln!  Wir helfen diejenigen, die sich selber nicht mehr helfen können. In unserem Dorf wollen wir deswegen das Sanatorium für alleinerziehende Mütter mit behinderten Kindern bauen lassen. Und für alte Leute wollen wir das Familienpflegeheim einrichten. Für Kinder werden wir einen Kindergarten und eine Schule bauen. Für Gläubige und Nichtgläubige werden wir eine Kappele bauen. Gesundungs-und Sportanlage, Tanzsaal für gross und klein sind dann auch dran.

  Wir laden alle ein, die den Begriffen “Vertrauen” und “Zusammenarbeit” nah sind . Für ein starkes Team und gesunde Dorfgemeinde sind diese Begriffe von grosser Bedeutung.

Womit wir anfangen:

2013 starten wir eine Werbekampagne im Internet und in den regionalen Medien um mehr gleichgesinnte Leute zu finden. Dann wollen wir  das Projekt und das Statut des Ökodorfes zusammenentwickeln. Da wollen wir unsere gemeinsamen Werte und Regeln verkünden.

Im Frühjahr/Sommer 2015 beginnen wir mit dem Bau eines Gästehauses aus Strohballen im benachbarten Dorf Kusowo.

Auch die klare Regelung der rechtlichen Aspekte fuer die langfristige Nutzung des Landes und ein guter Kontakt zur örtlicher Verwaltung sowie umliegenden Siedlungen sind ein wichtiger Teil der Anfangsphase.

 2016 wollen wir auf dem Territorium des Ökodorfes ein Permakulturprojekt starten.

Nach wem wir suchen und was wir brauchen:

Wir suchen engagierte Menschen, die Lust haben, uns beim Aufbau Tartyschewos mit ihrem Wissen und ihrer Arbeitskraft zu unterstützen. Ihr wollt uns besuchen kommen? Schreibt uns ein Email, und wir werden erkunden gemeinsam die Möglichkeiten für das Jahr 2014/2015/2016.

Wir freuen uns, wenn interessierte Menschen mit uns Kontakt aufnehmen wollen. Ihr könnt unser Projekt ideell, materiell, finanziell, und persönlich unterstützen. Bei Fragen und für weitere Informationen meldet Euch bitte bei Tanja:

Email-adresse: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Kurz ueber uns: 

SneshanaJangildina (Kreis Birskij, Baschkorostan)– gebildete Ökologin und Geographin, Gründerin und Leiterin der umweltfreundlichen Firma. 

Янгильдина Снежана Яковлевна

 

GuselLatypowa (Birsk, Baschkortostan)-Umweltschützerin, Organisatorin vieler ökologischer Massnahmen und Projekte, regionale Leiterin der grünen Bewegung “EKA” in Baschkortostan. 

Латыпова Гузель

 Tatiana Khlestkina  (Ufa, Baschkortostan) – Umweltschützerin, Projektleiterin, umweltfreundliche Unternehmerin.

 

Хлёсткина Татьяна Генадьевна

 

GljussaDawletgarejewa (Durtjuli, Baschkortostan) –  gebildete Sportlehrerin, Trainerin, Erzieherin.

Давлетгареева Глюса Ахнафовна

 

Siegfried Wolfgang Kraus (geb. in der BRD)– umweltfreundlicher Rentner, lebt seit 14 Jahren in Russland, hat russische und deutsche Staatsangehörigkeit.

Зигфрид Вольфганг Крауз

 

Oekobau

Unsere Verfassung garantiert uns das Recht auf das zugängliche Wohnen. Deswegen wollen wir uns unsere Haeuser selber bauen. Unsere Verfassung erlaubt uns das. (Artikel 46, Republik Baschkortostan, Russland)

законная база

 

Im Volksmund sagt, wenn der Mensch sich selber das Haus baut, so wird er es in der Zukunft nicht verlassen, denn er wird nach seinem Glück noch woanders kaum suchen wollen. Er wird hier für lange Zeiten bleiben. Dieses  Haus will er nie verlassen.

Zu allen alten Zeiten konnten unsere  Ahnen  sich selber Häuser fürs lange Leben bauen.

эко-дом

 


 

Man hat immer aus zugänglichen Baustoffen gebaut. Wo es viel Holz gab, da hat man aus Holz gebaut. Dort, wo es viel Lehm gab, da hat man Lehmhäuser gebaut. Alles, was da an Baustoffen vorhanden war, wurde für das Bauen gebraucht. Sogar Heu, Stroh, Mist, Birkenrinde, Erde usw. Das waren umweltfreundliche natürliche Baustoffe. Sie waren schadlos für Menschen und Umwelt.

ЭКО-СТРОИТЕЛЬСТВО

Wieso haben wir diese Fähigkeiten eingebüßt? Wer ist daran schuld?
Weshalb können wir uns nicht mehr mit dem Dach über dem Kopf versorgen? Mit einem guten energetisch gesunden  und mächtigen Dach?

Wer ist schuld? Und was ist zu tun? Eine ewige Frage!

Niemand ist schuld, außer uns selbst. Was kann man hier tun? – Man muss einfach lernen, wie man das gute Haus selbst baut!

ЭКО-СТРОИТЕЛЬСТВО

Zurzeit kann man alles lernen! Nimm Dir Zeit, lass Dir etwas eigenes und schönes einfallen, und mach einfach was mit deiner Findigkeit und goldenen Händen. Schau dich in deiner Umgebung herum, finde die zugänglichsten  natürlichen Baustoffe, nimm Papier, Stift und Lineal und zeichne eine Skizze von deinem Haus. Oder noch besser- die Skizze eines Grundstücks (mit einer Garage, einer Sauna, mit einem Treibhaus usw). Dann bastle das ganze Projekt aus Pappe, untersuche die Umgebung, wo du das Haus bauen willst, besorge offizielle Papiere und lass das Grundstück beurkunden und baue das, was du willst!

ЭКО-СТРОИТЕЛЬСТВО

Das ist der erste Weg! Nicht ganz einfach! Der zweite Weg ist leichter, man muss bloss Gleichsinnige Leute finden, und ein Haus für 2 oder 3 Familien zusammenbauen. Das ist viel leichter, günstiger und es geht schneller! Aber das Land kostet auch viel Geld!

КАРКАС ДОМА

ДОМ БЕЗ ШТУКАТУРКИ

Der dritte Weg ist wohl am längsten und zugleich am einfachsten –man muss sich einer  neuen Gemeinde anschliessen und ein grosses Grundstück aus dem staatlichem Besitz für das ganze Dorf pachten. Das ist sehr preisgünstig, und man hat beim Bau viele Arbeitskräfte. Man kann auch 2-3 stöckige Hauser für mehrere Leute und WGs bauen.  Ganz gute Häuser. Mit allem Komfort. 

ПАНЕЛИ ИЗ СОЛОМЫ

ПАНЕЛИ ИЗ СОЛОМЕННОГО УТЕПЛИТЕЛЯ

Wenn man 10 köpfige Familie hat, so muss man ein Haus für eine grosse Familie bauen. Das ist doch selbstverständlich. Aber alleinstehende Leute und Singles können sich vereinigen und ein Haus für alle zusammenbauen. Um so besser, wenn einer Architekt, der andere Maurer, der dritte Maler oder Schweisser ist... Es ist dann viel leichter die Baustoffe gemeinsam anzukaufen, und diese zu transportieren… ein Bohrgerät oder einen Bagger bzw. eine Planierraupe zusammen zu mieten usw…

ЭКО-ДОМ В НОВОСИБИРСКЕ

СОЛОМЕННЫЙ ДОМ

Dann ist das Verhalten zum Wohnhaus auch anders -wenn man selber baut, will man dann kaum sein Kunstwerk verderben oder kapputmachen…

Wenn man mit  dem Haus fertig ist, so muss man auch an der Infrastruktur arbeiten. Dann ist die rechte Zeit Parkanlagen und Strassen, Schulen, Werkstätten, Garagen, Saunas und sonstige Sachen anzulegen, usw…

Und solche Sachen gemeinsam zu lösen ist immer einfacher, und es klappt viel schneller: eine Garage für 2 Autos, eine Werkstatt für 2-3 Fachleute usw.

Im Grunde genommen, ist es immer leichter und günstiger gemeinsam zu bauen, und als Gemeinde zu jeder Zeit zu ueberleben.

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Unsere Ahnen wussten das und hielten sich zusammen!

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Um unsere Häuser zu bauen, werden wir auch Architekten und Bauleute aus verschiedenen Städten und Ländern einladen. Praktische Seminare und Workshops wollen wir dafür organisieren. Damit wir neue und alte Bauverfahren kennenlernen können. Alle Freiwilligen sind willkommen!  Wenig zu wenig macht zuletzt viel !

Schliesst uns an! Lasst uns zusammen was Grosses schaffen oder  ein Haus bauen! Die Zeit ist wirklich dehnbar – es hängt damit zusammen, mit welchem Inhalt wir diese Zeit befüllen! Wollen wir gemeinsam schaffen und  auf unseren Erden zusammen hinzaubern!

 

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